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Neuer, digitaler Spieltisch der Angster-Orgel in der Kathedrale
von Pécs, 1997

Im Frühling des Jahres 1997 bekamen wir im
Auftrag der Diözese in Pécs die Aufgabe, für die Kathedrale solch
einen Spieltisch zu verfertigen, der auch die gespielten Musikstücke zurückspielen
kann ("Konzert ohne Künstler-Funktion"). Im Interesse des leicht
fließenden Konzertablaufes kann er eine große Zahl von Setzer-Kombinationen
speichern und wegen den gelegentlichen Ensemble-Auftritten ist der Spieltisch
bewegbar. Die außergewöhnliche Aufgabe war eine große Herausforderung
und es stand für uns nur wenig Zeit zur Verfügung. Das Äußere
des Spieltisches ist elegant, sein Korpus aus massivem Eichenholz wurde auf ein
bewegbares Podium gestellt. Die Tasten, Registerschaltern, Fußdruckknopfschaltern,
die Crescendawalze und der Schwellertritt werden mit einer multiprozessonischen
Karte und mit Hilfe eines Computers durch einen Lichtkabel betätigt. Der
Computer ist nur für die Aufnahme und Rückgabe des Musikstückes
notwendig. Wir haben die Aufgabe in der Zusammenarbeit mit drei Elektrikern binnen
zehn Wochen durchgeführt. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde in Ungarn
zum erstenmal möglich, daß die Orgel den gespielten Musikstück
ohne Künstler wiedergibt. Damit war unser Ziel nicht die "Verspottung"
der sakralen Musik, sondern dessen Gebrauch im Fremdenverkehr, im Musikunterricht
und bei Durchführung von Konzerten und CD-Aufnahmen. Eine neue Leistung des
Spieltisches ist die Möglichkeit des "Draufspielens". Das bedeutet
soviel, daß beim Wiederspielen des gespeicherten Musikstückes der Künstler
improvisieren oder Solo spielen, sowie die Registereinstellung verändern
kann.
Die Parametern des Spieltisches der Orgel in der Kathedrale von Pécs sind:
- IV Manuale + Pedal,
- 256 Setzer-Kombinationen,
- 4 Crescendawalzen mit je 64 Positionen,
- die Setzer- und Walzenprogramme sind auf Magnetplatten speicherbar,
- Druckknöpfe mit kontaktlosen "Hall"-Elementen,
- ein leicht bewegbarer Spieltisch,
- Schwellapparat mit Servomotor,
- minimaler Computerkonfiguration: IBM PC 486/8 Mb RAM/1. 2.
Gb HDD.
Die verwendete Elektronik ist bis zu den folgenden
Parametern ergänzbar:
- VI Manuale,
- 2048 Setzern,
- 16 Stück Walzenprogramme mit je 64 Positionen,
- zur Orgel sind mehrere Spieltische anschließbar.
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